Mondfotografie Teil 6 – Stacking mit Fitswork

Veröffentlicht von Reiner Ugele am 05.07.2019

Tutorial Mondfotografie mit Fitswork Artikel Header

In diesem letzten Teil von meinem Mondfotografie Tutorial, möchte ich euch zeigen, wie ihr eure Mond Aufnahmen mittels Fitswork verrechnen könnt. Dabei zeige ich euch meinen persönlichen Workflow, wie ich dieses Programm anwende. Ebenso werde ich auf mögliche Probleme eingehen, die bei der Verrechnung auftreten können. Denn nicht jedes Ergebnis ist immer das Beste. Es traten bei mir schon Fälle auf, in denen eine einzelne Aufnahme besser aussahen, als die „gestackte“ Versionen. Auf diese Problematik werde ich dann noch später, in diesem Blogbeitrag eingehen.

In dem fünften Teil dieses Mondfotografie Tutorials, hatte ich euch schon das Programm Fitswork vorgestellt. Dieses kann nicht nur „stacken“, sondern besitzt auch andere Funktionen für astronomische Aufnahmen. Primär nutze ich diese Programm für die Verrechnung meiner Mondfotografien. Aus diesem Grund werde ich auch nicht auf all die anderen Funktionen, die Fitswork bereitstellt, eingehen.

Die ersten Schritte mit Fitswork

Wenn ihr Fitswork von der Homepage herunter geladen habt, müsst ihr die ca. 1MB große Zip Datei am Besten in ein separates Verzeichnis entpacken. Nach diesem Vorgang sind nun zwei Dateien auf eurer Festplatte. Ihr müsst dabei nur die Fitswork4.exe ausführen. Die andere Datei ist eine reine Konfigurationsdatei, die für euch keine besondere Rolle spielt.

Wenn ihr nun das Programm gestartet habt, so werdet ihr einmal einer großen leeren Fläche sehen. Am Anfang ist jeder etwas unbeholfen, aber dies ist nur am Anfang so. Das ein gutes User Interface heutzutage anders ausschaut sollte, muss an dieser Stelle nicht erwähnt werden. Primär geht es aber um die Funktion dieses Programmes und es muss jetzt keinen UI „Schönheitswettbewerb“ gewinnen.

Oberfläche nach dem Start des Programms Fitswork
Die Oberfläche von Fitswork nach dem Start des Programms.

Vorbereitung mit RAW

Bevor es weiter mit Fitswork geht, müsst ihr noch eure RAW Aufnahmen vorbereiten. Zu aller Erst solltet ihr eure Fotografien durchschauen und die auswählen, die wirklich scharf sind! Unscharfe Aufnahmen solltet ihr rigoros aussortieren und nicht für die Verrechnung verwenden. Würdet ihr diese nicht aussortieren, so würde sich diese Unschärfe bei der Verrechnung, aufaddieren. Das Resultat wäre ein total verschwommenes Bild. Dies wäre genau das Gegenteil von dem, was mit dem Stacking erreicht werden soll.

Nur qualitativ hochwertige Aufnahmen sollten für das Stacking mit Fitswork verwendet werden.
Nur qualitativ hochwertige Aufnahmen sollten für das Stacking verwendet werden.

Bei der RAW Entwicklung kann ich euch empfehlen, dass ihr so wenig wie möglich macht. Bei den Grundeinstellungen könnt ihr die „Tiefen“, „Schwarz“ und „Weiß“ Regler etwas verstellen, um eure Aufnahmen etwas zu optimieren. Wenn ihr zu helle Aufnahmen besitzt, so könnt ihr auch mit dem Regler „Belichtung“ die Aufnahmen etwas abdunkeln bzw. korrigieren.

Unter der Rubrik Details empfehle ich euch, eure Aufnahme nur gering zu schärfen. Eine Stärke von ca. 60-80, (anhängig von der Aufnahme) mit einem geringen Radius von 0,6 reichen bei meinen Aufnahmen um eine gewisse „Grundschärfe“ zu erreichen.

Fitswork Workshop Camara RAW Schaerfe Einstellung
Fitswork Workshop Camara RAW Schaerfe Einstellung

Bei der Einstellung „Maskieren“ haltet ihr am Besten die Alt Taste gedrückt und verschiebt dann den Regler nach Rechts. So erhaltet ihr ein negativ Bild der Aufnahmen und könnt so beurteilen welcher Bereich geschärft wird und welche davon ausgenommen werden. Der Bereich der Schwarz auf der Vorschau erscheint erscheint, wird bei dem Schärfen nicht berücksichtigt.

Zum Abschluss der Vorbereitungen könnt ihr unter Objektivkorrekturen, beim Reiter „Profil“ die Haken bei Chromatische Abboration entfernen und Profilkorrektur aktivieren setzen. Dies korrigiert anhand von Objektivspezifischen Profilen Verzerrungen und Vignettierungen.

Fitswork Tutorial Camera RAW Einstellung Objektivkorrektur
Fitswork Tutorial Camera RAW Einstellung Objektivkorrektur

Wichtig ist auch dies, dass ihr schaut, dass ihr alle Aufnahmen mit den vorgenommen RAW Einstellungen synchronisiert habt. Die einfachste Methode wäre diese, dass ihr alle Aufnahmen die ihr zum verrechnen verwenden wollt, erst einmal auswählt und in Camera RAW hinein ladet.

Wenn ihr nun in Camera RAW seid, wählt ihr alle Aufnahmen mit dem Short Cut “ STRG + A “ aus. Danach könnt ihr mit der Tastatur Kombination “ STRG + S “ Aufnahmen synchronisieren. Ihr solltet für das Synchronisieren, immer die Aufnahmen verwenden, bei denen ihr die Einstellungen verwendet habt.

Alternativ könnt ihr auch zuerst alle Aufnahmen auswählen und dann ein Bild entwickeln. Die Einstellungen werden dann automatisch auf die anderen Bildern synchronisiert.

Umwandlung in ein anderes Bildformat

Der letzte Schritt für die Vorbereitung ist das konvertieren bzw. speichern in ein anderes Format. Das geeignetste Format, für die Verarbeitung unter Fitswork, ist das TIFF Format. Vorab solltet ihr aber euch über die Größe eurer zusammengerechneten Aufnahme im Klaren sein. Wenn ihr angenommen eine Kamera mit 20 Mega Pixel besitzt, so wird die Aufnahme ca. 5472 x 3648 Pixel groß. Diese Größe würde zwischen einer 4K und 8K Aufnahme entsprechen. Wenn ihr eure Aufnahmen nur im Web präsentieren wollt, so wäre eine Bearbeitung in der vollen Auflösung eigentlich zu viel.

Primär werden Fotografien eher über Smartphones angesehen anstatt auf 4k oder 8k Monitore oder Fernseher. Daher solltet ihr immer den eigentlichen Verwendungszweck beachten und auch die Plattform, auf dem ihr eure Aufnahmen präsentieren wollt. Wenn ihr Aufnahme auch ausdrucken möchtet, so solltet ihr in der Regel immer ein hochauflösenderes Format wählen. Veröffentlicht ihr nur im Internet, so reicht aktuell noch eine geringe Auflösung eurer Aufnahmen. Dies kann sich natürlich in der Zukunft noch ändern, aber aktuell empfehle ich euch, eine verringerte Auflösung zu verwenden.

Ein Grund dafür ist dieser, dass ihr nicht nur mehr Speicherplatz auf eurer Festplatte benötigt sondern, bedingt durch die hohe Auflösung, mehr Rechenzeit beim bearbeiten. Dies bedeutet, dass das zusammenrechnen der einzelnen Aufnahmen unter Fitswork, recht langwierig werden kann. Wer diese gerne vermeiden würde, dem empfehle ich, dass ihr zusätzlich zum konvertieren in das TIFF Format, die Aufnahme verkleinern lässt.

Ein entscheidender Vorteil, welcher aus der Verkleinerung resultiert ist dieser, dass wenn ein Durchgang nicht optimal geworden ist, verschwendet ihr dafür nicht zuviel Zeit. Aus eigener Erfahrung weiß ich es, dass dies doch recht nervig sein kann, wenn das Programm ewig an einer Aufnahme herum rechnet und am Ende nichts brauchbares heraus kommt.

Ein Tipp von mir: Wenn ihr später vielleicht die Aufnahme doch größer braucht, so könnt ihr auch einen Testlauf mit einer geringeren Auflösung machen. Wenn diese dann was geworden ist, könnt ihr ja dann diese Aufnahmen mit einer höheren Aufnahme immer noch verrechnen lassen.

Konvertierung unter Camera RAW

Mittels Camera RAW geht die Konvertierung bzw. Speicherung der einzelnen Aufnahmen recht schnell als Batch Verarbeitungsprozess. Wenn ihr im Camera RAW Fenster noch alle Aufnahmen ausgewählt habt, so könnt ihr ganz unten links in dem Fenster auf “ Bild speichern… “ klicken.

In der untern linken Ecke werden über "Bild speichern.." diel Optionen für das Speichern  von Camara RAW aufgerufen.
In der untern linken Ecke werden über „Bild speichern..“ diel Optionen für das Speichern von Camara RAW aufgerufen.

Jetzt erscheint ein neues Fenster mit den verschiedenen Speicheroptionen. Da das Ganze doch Selbsterklärend ist, möchte ich nur ganz kurz darauf eingehen. Bei dem Ziel gebt ihr an, wo ihr die Bilder speichern möchtet. Bei der Dateibenennung empfehle ich euch einen homogenen Dateinamen, wie ihr sie auf der Abbildung sehen könnt, zu verwenden. Die Nummerierung würde ich generell immer bei 001 beginnen. Bei Format wählt ihr das schon erwähnte TIFF Format aus und lasst die anderen Einstellungen so wie sie sind.

Welchen Farbraum ihr wählt, SRGB oder Adobe RGB, könnt ihr selber entscheiden. Bei meinen Aufnahmen verwende ich den Adobe RGB mit einer Farbtiefe von 16 Bit pro Kanal. Später kann der Farbraum, also bei der Bearbeitung, immer noch in den SRGB geändert werden. Bei Bildgröße macht ihr den Haken neben “ In Bildschirm einpassen “ hinein. Wählt rechts „Breite und Höhe aus“ und gebt dann eure gewünschte Bildgröße ein, die dann eure gespeicherte Aufnahme dann haben soll. Danach drückt ihr rechts oben auf “ Speichern “ und der Batch Prozess beginnt.

Konvertierung unter Lightroom Classic CC

Bei Lightroom Classic CC verhält sich die Konvertierung der Aufnahmen fast ähnlich. Nur ist das Ganze etwas versteckter. Ihr müsst, ähnlich wie bei Camera RAW euer Aufnahmen auswählen, die ihr in das TIFF Format konvertieren möchtet. Mit gedrückter Shift (Umschalt) Taste und Links Klick mit der Maustaste, könnt ihr so, mehrere Aufnahmen auswählen.

Um nun den Export Dialog aufzurufen müsst ihr oben in den Menü Reiter auf Datei klicken und auf „ Exportieren… “ gehen. Alternativ funktioniert auch der Short-Cut “ STRG + Umschalt Taste + E „.

Das Stacking mit Fitswork

Das Vorbereiten des Stackings ist immer das Aufwendigste an dem Ganzen. Aber noch einmal möchte ich euch darauf an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ihr unscharfe Aufnahmen ohne Ausnahme aussortiert. Verwendet solche Aufnahmen nicht, denn sie führen zu einem unschönen Ergebnis!

Jetzt geht es wieder zu dem Programm Fitswork. Um die gespeicherten TIFF Aufnahmen in das Programm hinein zu laden, müsst ihr die Taste F5 auf eurer Tastatur drücken. Nun erscheint das Fenster für die „Stapel Bearbeitung“. Zuerst müsst ihr bei Anfangsdatei auf das Ordner Symbol klicken und wählt das Verzeichnis aus, indem ihr die Aufnahmen gespeichert habt. Nun wählt ihr alle Aufnahmen aus, indem ihr auf die erste Aufnahme einmal klickt. Dann drückt ihr die Umschalttaste auf eurer Tastatur, haltet diese nun gerückt und wählt dann die letzte Aufnahme aus. Nun sollten alle Dateien ausgewählt sein, die ihr für diesen Stapelprozess verwenden möchtet. Klickt danach auf das „Öffnen“ Feld.

Unter Zieldatei müsst ihr in der Regel keine Datei angeben. Fitswork erstellt nach dem Prozess automatisch eine eigene Datei. Jetzt müsst ihr auf den kleine schwarze Dreieck, dass sich ganz rechts am Rand des Fensters befindet drauf klicken. So kommt ihr nun in dem zweiten Dialog der für die Bearbeitung des Stackings wichtig ist.

Fitswork Option zum hineinladen der einzelnen Aufnahmen. Dies ist der erste Bearbeitungsschritt für das Stacking
Nach drücken der F5 Taste erscheint dieses Dialogfeld, um die einzelnen Aufnahmen für das Stacking zu laden.

Nun müsst ihr auf „Funktion auswählen“ drücken und dann „zur Zieldatei addieren“ klicken. Jetzt erscheint ein neues Dialogfenster indem ihr viele Dinge auswählen könnt. Für die Mondaufnahmen müsst ihr jetzt zuerst auf „Planet/Mond“ klicken, wählt dort „Kreuzkorrelation“ aus und bei „Anzahl der Markierungen“ wählt ihr 1 aus. Bei der Option „Funktion“ sollte das Ganze auf „Add“ gestellt sein. Bestätigt nun die Einstellungen mit Start.

Der zweite Bearbeitungsschritt unter Fitswork für das Stacking. Einstellung für die Verrechnungsmethode, die Verschiebungsfindung, Anzahl der Markierungen und die Funktion für die Verrechnung.
Der zweite Bearbeitungsschritt unter Fitswork für das Stacking.

Nun beginnt der Batch Prozess. Als erstes müsst ihr das Objekt markieren, also einen Rahmen um den Mond ziehen. Somit ist die erste Markierung gesetzt worden. Anhand dieser rechnet das Programm dann die Bewegung des Mondes, in den einzelnen Aufnahmen heraus, legt diese dann übereinander und verrechnet sie miteinander.

Ihr solltet bei dem Markieren einen etwas engeren Rahmen zeichnen und nur einen kleinen schwarzen Rand lassen. Orientiert euch am Besten an meiner Abbildung und den gelben Rahmen. Mit dieser Einstellung habe ich bis jetzt gute Ergebnisse erzielt. Ihr könnt die Markierung mit der gedrückten Maustaste verschieben. Habt ihr bei der Markierung einen Fehler gemacht, so könnt ihr mit einem Rechtsklick auf „Markierung ausblenden“ diese wieder neu setzen.

Jetzt müsst ihr nur noch bei der Sternkontrolle, das kleine Fenster links, den Haken auf „Keine Kontrolle mehr“ setzten und auf „Ok, weiter“ klicken. Jetzt erscheint noch eine Meldung, ob sich das Programm bei Problemen melden sollte. Diese solltet ihr mit „Yes“ bestätigen. Danach erscheint ein weiter Dialog ob streng geprüft werden soll. Dies bestätigt ihr auch mit „Yes„. Danach startet die Stapelverarbeitung und als Ergebnis erhaltet ihr die fertige Stacking-Aufnahme.

Probleme beim Stacking bei Fitswork

Während des Prozesses kann es sein, dass das Programm sich meldet, weil irgendetwas nicht stimmt. Es kann sein, dass die Aufnahme doch unscharf ist oder die Markierung nicht mehr mit der Auswahl übereinstimmt. Bei unscharfen Aufnahmen würde ich das einfach Bild auslassen und auf das entsprechende Feld klicken.

Es gibt auch Fälle, bei denen ihr mehr als eine Meldung von der Kontrolle bekommt. Es kann an der falschen Markierung liegen oder ihr habt einfach zu wenige Markierungen gesetzt. Dann solltet ihr wieder von Vorne anfangen und die Anzahl der Markierungen auf 2 setzten. Meine Empfehlung ist diese, dass ihr den Krater Tycho auswählt, also dort die Markierung setzt und dann noch einmal den gesamten Mond markiert.

Die Markierung und die Sternkontrolle unter Fitswork.
Die Markierung und die Sternenkontrolle unter Fitswork.

In der Regel reicht es aber, wenn ihr nur eine Markierung setzt und die Bilder, bei dem sich das Programm meldet einfach auslasst. Falls dies nicht ausreicht und das Stacking nicht hinhauen sollte, so würde ich euch dazu raten, ganz neue Aufnahmen zu erstellen. Denn dann scheint es, dass ein qualitatives Problem mit der Aufnahmereihe zu geben.

Finalisieren der Stacking-Aufnahme

Wenn Fitswork die Stapelverarbeitung beendet hat, bekommt ihr erst einmal eine sehr helle Aufnahme präsentiert. Aber keine Angst, dies kann innerhalb von Fitswork ohne großen Aufwand korrigiert werden. Denn es wird unten noch ein Histogramm angezeigt, mit diesem ihr noch die Helligkeit korrigieren könnt. Falls ihr das Fenster nicht sehen könnt, so müsst ihr oben auf der Leite auf das Histogram Symbol klicken.

Mit dem Histogramm unter Fitswork kann nachträglich die Helligkeit eingestellt und korrigiert werden.
Mit dem Histogramm unter Fitswork kann nachträglich die Helligkeit eingestellt und korrigiert werden.

In dem Histogram müsst ihr den oberen Regler nach rechts ziehen, soweit bis der Mond nicht mehr überstrahlt. Der untere Schieberegler stellt den Gammawert ein. Diesen stellt ihr am Besten so ein, dass ihr im Histogram die Gradationskurve gerade wird. Das Bild bzw. der Hintergrund wird dadurch abgedunkelt und das Rauschen verschwindet.

Was ihr jetzt noch machen müsst, ist das Bild zu speichern und in Photoshop nachbearbeiten. Beim speichern solltet ihr die Aufnahme auch in dem TIFF Format speichern. Achtet bei der Auswahl darauf, dass ihr 16Bit auswählt. Die nachträgliche Bearbeitung der Aufnahme nehme ich immer mittels Camera RAW vor. Natürlich könnt ihr auch das Bild in Lightroom oder in einem anderem Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeiten. Als nächstes zeige ich euch, wie ihr mittels Camera RAW, das Bild schnell finalisieren könnt.

Als Erstes schärft ihr die Aufnahme indem ihr unter Details den Schärfe Regel nach rechts zieht. Ihr werdet sicherlich sofort merken, wie sehr die Details hervorkommen. Damit werden die Vorteile von Stacking deutlich.

Wenn das Bild noch zu hell oder zu dunkel sein sollte, so könnt ihr mit den Reglern „Schwarz“ und „Weiß“ die Helligkeit korrigieren. Der Regler „Klarheit“ könnt ihr auch etwas erhöhen. Dies verbessert zusätzlich den Kontrast und bringt Details hervor. Die ganzen Einstellungen sollten aber immer gering dosiert werden. Sonst erhaltet ihr schnell ein überzeichnetes, unschönes Bild. Probiert es einfach aus und versucht einfach einmal unterschiedliche Werte.

Fazit zur Stacking Aufnahmen

Stacking kann bei der Mondfotografie zu mehr Details führen. Es ist aber nicht immer ein Garant dafür, dass ihr super Aufnahmen herausbekommt. Wichtig ist dies, dass ihr hochwertige Aufnahmen erstellt. Dies bedeutet auch, dass ihr für eure Aufnahmen auch ein qualitativ gutes Objektiv benutzt. Äußere Bedingungen wie Windstille und kein Hitzeflimmern sind auch von Vorteil, wenn ihr eine qualitativ hochwertige Aufnahme erstellen wollt.

Mondfotografie Goldener Henkel Stacking Aufnahme
Mond mit Goldener Henkel. Stackingaufnahme mit Fitswork erstellt.

Auch das akribische aussortieren von nicht optimalen Aufnahmen führt auch zu einer Verbesserung des Stacking Bild. Trotzdem kann es vorkommen, dass eine einzelne Aufnahme doch besser sein kann als ein Stacking. Dies habe ich schon selber erfahren, dass das einzelne Bild besser aussah, als der gestackte Bild. Vermutlich waren die Aufnahmebedingungen nicht optimal und durch das addieren der Bilder, verschlechterte sich Gesamtergebnis.

Nicht immer kann eine Stacking-Aufnahme die erste Wahl sein. Ebenso funktioniert eine Stack nicht bei einem aufgehenden Mond. Die Lichtverhältnisse sind in dieser Phase einfach zu unterschiedlich. Es spielen einfach zu viele unterschiedliche Faktoren mit, die jetzt den Rahmen dieses Fazit sprengen würden. Mein Versuch einen Stack mit einem aufgehenden Mond, hat mir nur das Ergebnis eines sehr überstrahlten Mond gebracht. Nicht wirklich schön anzusehen. Auch die Nachbearbeitung brachte keine wirkliche Besserung.

Trotzdem ist Stacking eine wirklich tolle Methode um mehr Details bei der Mondfotografie zu erhalten. Zudem könnt ihr dieses auch bei einer totalen oder partiellen Mondfinsternis anwenden. Ihr erhaltet dadurch eine deutlich bessere Aufnahme, als ihr das nur mit einem einzelnen Bild erreichen könnt.

Wenn alle Faktoren stimmen und ihr auch auf meine Tipps achtet, bekommt ihr garantiert bessere Aufnahmen von dem Mond. Es wird sicherlich ein paar Versuche dauern, biss ihr mit Fitswork umgehen könnt um so eine Stack-Aufnahme zu erstellen. Lasst euch nicht unterkriegen sondern probiert es immer wieder aus. Denn mir ging es am Anfang auch auch nicht anders.

Damit endet auch dieses Tutorial über das Fotografieren des Mondes. Ich hoffe ich konnte euch ein paar hilfreiche und nützliche Tipps vermitteln. Im Endeffekt hilft es nur, wenn ihr selber hinaus geht und den Mond fotografiert. Lernt aus den Fehlern und verbessert euch. Wie heißt es so schön? Es ist noch kein Meister von Himmel gefallen. Also immer dran bleiben und euch selber oder euer Aufnahmetechnik optimieren.

Viel Spaß beim fotografieren!